Kampú - der heilende Frosch-Schamane aus dem Regenwald

Kampú war ein Schamane aus dem amazonischen Regenwald der vor Urzeiten eine Vision hatte.

Die Legende besagt, dass er sich in den Wald zurückzog, um mit den Pflanzengeistern über die Heilung seiner Stammesmitglieder zu meditieren, welche allesamt einer schweren Krankheit zu Opfer lagen. Er hoffte, die richtige Medizin im Wald zu finden, denn alle bisherigen in seiner Macht und Wissen stehenden Mittel waren erfolglos.

In seiner Vision zeigte ihm die Königin des Waldes (die Grossmutter der Pflanzengeister) einen Frosch, welcher stark heilende und spirituelle Kräfte besitzt und dessen giftiges Sekret er sammeln sollte, um es als Medizin anzuwenden. Sie lehrte ihm auch die Art der Anwendung dieses Hautsekrets des Riesenmakifrosch (Phyllomedusa bicolor), welche heute noch unter den Einheimischen des amazonischen Regenwaldes als 'Vaccina do Sapo' („Froschimpfung“) bekannt ist und verabreicht wird.

Man sagt auch, dass nach dem Ableben des Schamanen sein Geist im Frosch weiterlebte und spricht deshalb vom schamanischen Froschgeist und bezeichnet es auch als „Kambô-Froschmedizin“.

Kambô, die Froschmedizin

  • Kambô steht also für die Behandlung mit der Medizin (man macht Kambô)
  • Kambô steht ebenso als Bezeichnung für das Sekret (man sammelt Kambô)
  • und als Kambô bezeichnen die Naturvölker eben auch den Riesenmakifrosch („King Kambô“)

Desweiteren gibt es natürlich unter den verschiedenen Stammeskulturen des Regenwaldes auch abweichende Bezeichnungen für den Frosch und sein Sekret; und ebenso diverse traditionelle Kombinationen mit Pflanzen- und Wurzelmedizin.

Es wird allerdings nicht nur als Stärkungs- und Heilmittel oder z.B. als Gegengift bei Schlangenbissen benutzt, sondern birgt ganz besondere spirituelle Kräfte, welche die Indianer nutzen, um ihre feinstoffliche Energie zu reinigen und vor allem für den Erfolg auf der Jagd nach Tieren: indem sie sich über die Kambô-Anwendung (welche meistens mit einer gehörigen Portion indigenem Schnupftabak induziert wird) mit den Tierseelen verbinden, wissen sie genau, wo und wann ein Tier sich freiwillig als Nahrungsopfer bereitstellt, um sich dann in Einvernehmen mit dem Jäger töten zu lassen. So leben die indigenen Völker seit Jahrtausenden in Harmonie mit den Tieren, eingebettet in den magischen Organismus der Natur im Urwald.

Animal Spirit Medicine

Diese komplexe spirituelle Komponente des Kambô-Froschwesens ist es, mit der ich im Oktober 2012 in einer unvergesslichen Vision verbunden wurde, während ich mit einem kolumbianischen Schamanen aus der Tradition des 'Camino Rojo' arbeitete.

Die Zeremonie hatte gerade begonnen, als mich eine tiefe Dunkelheit umhüllte, aus welcher der Frosch leuchtend auf mich zuschwebte. Er war ungefähr gleichgross, wie ich sitzend, und kam immer näher, bis er schliesslich mit mir verschmolz. Ich hatte gerade einen Monat zuvor meine erste Froschimpfung durch einen brasilianischen Freund und Heiler erhalten und begann nun das Potential dieser Energiemedizin zu erfassen. Noch ein paar Monate und Behandlungen mit Kambô später, begann ich durch mein zu dieser Zeit gegründetes Projekt „Kambo Kura“ meinen Mitmenschen an Wochenendseminaren die Erfahrung dieser heiligen Medizin zu ermöglichen.

Kambo Kura und KAMEKO

Ab 2013 war ich im gesamten deutschsprachigen Raum als Naturpädagoge darin engagiert, erstmalig die Arbeit mit Kambô der breiteren Öffentlichkeit bereitzustellen.

Vor allem lag mir sehr viel daran, die damit verbundene Tradition und Kultur zu schützen und einem Missbrauch vorzubeugen. 2015 ging dann das Projekt Kambo Kura im neu gegründeten Verein KAMEKO auf, dessen Agenda sich der traditionellen Anwendung heiliger indigener Medizinwege verschrieb. Über die Jahre wurde ich zu einem der erfahrensten Anwender der Froschmedizin ausserhalb des ursprünglichen indigenen Umfeldes und leistete wertvolle Pionierarbeit auf dem Weg in eine neue Ära naturtherapeutischer Heilmethoden. Für mich gilt die Arbeit mit Kambô nach dem traditionellen Vorbild auch heute noch als die „Königsdisziplin des Heilschamanismus“.

Von 2013 bis 2018 führte ich tausendfach die Anwendung dieser Froschimpfung an Menschen und teilweise auch Hunden durch.

Noch heute bin ich der einzige in Europa, der diesen Prozess auch bei Hunden anwenden und begleiten kann. Ich verdanke dies meiner Führung durch die Anwesenheit von Kampú. In der Vision von 2012 wurde das gesamte Wissen dieses mächtigen Naturgeistes in meinen feinstofflichen Energiekörper holografisch kopiert und ist seitdem mit mir verbunden und abrufbar. Durch dieses Wissen wurden mir über die Jahre immer tiefere Erkenntnisse ermöglicht, was meine Aufgabe mit Kambô ist und wie es damit weitergehen soll.

Botschaft von Kampú, dem schamanischen Froschgeist

Als ich 2018 die Arbeit mit dem Froschsekret komplett einstellte, wurde mir klar, dass Kampú von nun an in mir einen Botschafter fand, der besondere Entwicklungen und eine neue Kambô-Tradition herbeiführen soll.

Um der allgegenwärtigen Scharlatanerie mit dem schamanischen Heilwissen des Regenwaldes entgegenzuwirken, wurde ich durch meine geistige Verbindung zu Kampú fortan zu tiefen Einsichten und Analogien geführt.

Das wichtigste vorweg: Wer sich heute noch für die Arbeit mit dem Frosch ausserhalb seines traditionellen indigenen Feldes „begeistert“ und unüberlegt drauflos „impft“ macht sich mittlerweile mitschuldig an der täglichen Ausbeutung hunderter Frösche, welche für den drastisch angestiegenen Konsum des Froschsekrets im Westen ausgebeutet werden. Durch grösstenteils fehlinformierende „Heilpraktiker“ und selbst ernannte „Schamanen“unter uns, wird auf verfälschte Weise dargestellt, dass das Froschsekret mit seinen durchaus heilenden Eigenschaften die Endlösung für unsere Zivilisationsleiden bereit halten würde.

Kampú jedoch belehrte mich dieser Verwirrung und liess mich im Kontext der Froschanwendungen eine uralte russische Form des Fastens wiederentdecken. Seit 2015 praktiziere ich immer wieder phasenweise dieses Fasten, bis ich durch mein Wissen über die Wirkung der Froschimpfung erkannte, dass dies der zukünftige Weg sein soll, der die Arbeit mit der Kambô-Froschmedizin ablösen wird.

Trockenfasten ist das neue Kambô

Heute arbeite ich anstatt mit Kambô mit trockenem Fasten.

Diese Form des Fastens steht in Bezug auf die Heilkraft des Frosches und seinem Sekret nichts nach; es wirkt auf zellularer Ebene sogar gründlicher und nachhaltiger. Ein Aspekt, warum Kampú mich diese Botschaft verkünden lässt, liegt in der relativ banalen Tatsache, dass das Fasten uns eine gewisse Eigenverantwortung abverlangt, welche man bei einer Kambô-Behandlung gerne abgibt. Das Fasten kann dir niemand abnehmen und nur du selbst bist für den Erfolg dieser tiefgreifend heilenden Anwendung und deinen Heilprozess verantwortlich.

Kambô hingegen wird immer mehr zum Gegenstand unserer Konsumkultur und nur wenige stellen vorher in Frage, ob sie überhaupt wirklich eine Behandlung brauchen; für die meisten reicht schon einfach die Idee, dass man herausfinden möchte, wie es sich anfühlt, sich einer Kambô-Behandlung zu unterziehen und aufgrund dieses experimentellen Konsums ist Kambô nun in unserer Gesellschaft vom König zum Sklaven reduziert. Durch die Ausbeutung des Frosches zudem spirituell gesehen auch völlig nutzlos, wenn nicht sogar schädlich. Das Sekret, das man mittlerweile auf Ebay und in sog. „Headshops“ beziehen kann ist daher aus energetischer Sicht negativ belastet.

Kampú lässt diesen neuen "Kambô-Praktikern" und auch den "Kambô-Suchenden" sagen, dass nur er im Geheimen weiss, welche Personen mit seinem Geist - unter seiner Führung - die Froschmedizin anwenden und in welchen Fällen es noch heil bringt. Und nur er bestimmt auch, wer diese Menschen in Zukunft sein werden.

Vieles, was heute in unserem konsumorientierten Kulturkreis mit Kambô zu tun hat, wird mittlerweile von dunklen Energien durchwandert, welche sich am Leid des Menschen nähren und mehr Schaden als Nutzen für die Gesundheit und besonders die Psyche der Beteiligten bringt.

IMG E2512Medizin ist nicht etwas, was man will – Medizin ist etwas, was kommt, wenn man es braucht.

~ Armin Raso